Abschreibungen & Rückstellungen – Treuhand Regensdorf


Treuhand Regensdorf - unser Treuhandbüro hat ein mobiler Treuhandservice in Regensdorf. Da wir kein Büro in Regensdorf bewirtschaften sollen, können wir Ihnen einen viel günstigeren Preis anbieten.

 

Abschreibungen

Was sind Abschreibungen und warum sind sie nötig

Anlagegüter wie Maschinen, Fahrzeuge, Mobiliar, EDV-Anlagen, welche über mehrere Jahre genutzt werden, verbucht man bei deren Kauf als Zunahme der Aktiven. Die Sachanlagen werden dabei zum Anschaffungswert (Einkaufspreis zzgl. Bezugs- und Montagekosten) verbucht. Mit der Zeit vermindert sich der Wert dieser Anlagegüter.

Ursachen für die Wertabnahmen im Sachanlagevermögen sind im Wesentlichen:

  • Abnützung durch Gebrauch
  • technischer Fortschritt

Die Wertverminderungen auf den Sachanlagen werden als Aufwand über die Abschreibungen verbucht. In Wirklichkeit entwerten sich die Anlagen fortlaufend. Aus Praktikabilitätsgründen werden in der Buchhaltung die Wertverminderungen in der Regel nur am Ende einer Periode erfasst.

Mittels Abschreibungen werden folgende Zwecke verfolgt:

  • Das Anlagevermögen soll in der richtigen Höhe in der Bilanz erscheinen.
  • Der Gewinn oder Verlust soll durch die Erfolgsrechnung periodengerecht ermitelt werden.
  • Sicherstellung von flüssigen Mittel für den Ersatz des Anlagevermögens

Der Abschreibungsbetrag kann auf verschiedene Arten berechnet werden. Die Wichtigsten sind die linerae (gleichmässige) und die degressive (abnehmende) Abschreibung.

Damit der jährliche Abschreibungsbetrag berechnet werden kann, müssen folgende Grössen bekannnt sein:

  • Anschaffungswert
  • geschätzte Nutzungsdauer
  • erwarteter Liquidationswert (Wiederverkaufswert)

Es gibt zwei verschiedene Abschreibungsverfahren:

Lineare Abschreibung:
Hier bleibt der Abschreibungsbetrag von Jahr zu Jahr gleich, weil davon ausgegangen wird, dass sich die betreffende Sachanlage fortlaufend und gleichmässig entwertet. Als Basis für die Berechnung der linearen Abschreibungen dient der Anschaffungswert. Um den jährlichen Abschreibungssatz zu ermitteln, teilt man 100% durch die Anzahl Jahre der Nutzungsdauer.

Degressive (abnehmende) Abschreibung:
Bei dieser Abschreibungsmethode wird der Abschreibungsbetrag von Jahr zu Jahr kleiner. Sie eignet sich insbesondere für Anlagen, die sich am Anfang der Nutzung stark entwerten, wie z.B. Computer und Fahrzeuge. Als Basis für die Berechnung dient im ersten Jahr der Anschaffungswert und in den folgenden Jahren der Buchwert, d.h. den Restwert gemäss Buchhaltung.

In Praxis

Welche Abschreibungsmethode sollte man benutzen in der Schweiz?

Aus steuerlicher Sicht wird jedoch meist das degressive Abschreibungsverfahren angewendet, bei dem die Abschreibung auf dem Buchwert berechnet wird (Restwert). Die Sätze werden von der Steuerbehörde festgelegt und sind höher als beim linearen Verfahren. Der Vorteil des degressiven Abschreibungsverfahrens aus steuerlicher Sicht liegt darin, dass die Abschreibung dem Geschäftsgang angepasst werden kann.

Abschreibungs-Merkblätter der EStV, insbesondere auf das Merkblatt "A 1995 – Geschäftliche Betriebe", ab. Es nennt die Normal-Abschreibungssätze für verschiedene Kategorien von Vermögenswerten (Immobilien, Fahrzeuge, Maschinen, Geräte, EDV-Anlagen, immaterielle Werte usw.) in Prozenten des Buchwertes (degressive Abschreibung). Bei Abschreibungen auf dem Anschaffungswert (lineare Abschreibung) sind die Sätze um die Hälfte zu reduzieren.

 

Rückstellungen

In OR 669 wird die Bildung von Rückstellungen verlangt, „um ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu decken.“ Rückstellungen stellen Fremdkapital (Schulden) dar, welche am Bilanzstichtag bezüglich ihrer Höhe oder dem Zeitpunkt des Eintritts unbestimmt sind.

Verwandt sind Rückstellungen mit den transitorischen Passiven, weil beide zeitlichen Abgrenzungen dienen. Bei den Rückstellungen sind aber Unsicherheiten hinsichtlich Höhe und Zeitpunkt vorhanden, während die transitorischen Passiven meistens bestimmbar sind. Des weiteren sind Rückstellungen häufig mittel- bis langfristig. Transitorien sind dagegen immer kurzfristig.

Im Geschäftsalltag gibt es etliche Ereignisse, für welche Rückstellungen gebildet werden müssen. Im Vordergrund stehen Rückstellungen:

  • für Prozessrisiken von Gerichtsverfahren
  • für schwebende Geschäfte
  • für ungewisse Verbindlichkeiten
  • für unterlassene Aufwendungen
  • für drohende Verluste

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